Was ist das Reizvolle, hier mitzuwandern?
Audiobericht von SWR4
Interviews zum Start der Etappe von Wertheim nach Mosbach
mit interessanten Einblicken und Hintergründen

Transkipt:
Der weibliche Blick auf Gott und den Glauben sollen den Pilgerinnenweg zu einer spirituellen Wegstrecke für Frauen machen – so die Idee der evangelischen Frauen in Baden.
Wie kommt man auf den Namen “Pilger.schön”?
Anke Ruth-Klumbies, Initiatorin des Pilgerinnenweges und Leiterin der evangelischen Frauen in Baden:
“Es hat nämlich zwei Bedeutungen: Einmal Pilger! schön, das ist sozusagen etwas mit auf den Weg geben. Und das Andere ist, dass wir unseren Pilgerinnenweg durch die Landeskirche in Baden gesamt “Pilger.schön” nennen. Es schwingt halt auch etwas Schönheit, Leichtigkeit, Geniessen mit.”
Anke Ruth-Klumbies, Initiatorin des Pilgerinnenweges und Leiterin der evangelischen Frauen in Baden:
“Es hat nämlich zwei Bedeutungen: Einmal Pilger! schön, das ist sozusagen etwas mit auf den Weg geben. Und das Andere ist, dass wir unseren Pilgerinnenweg durch die Landeskirche in Baden gesamt “Pilger.schön” nennen. Es schwingt halt auch etwas Schönheit, Leichtigkeit, Geniessen mit.”
Das Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr gibt die Initialzündung für das Projekt “Pilger.schön”. Grund ist, dass im 16. Jahrhundert viele reformatorisch wirkenden Frauen im Bezirk der evangelischen Landeskirche in Baden leben.
Was bedeutet es denn, mit Frauen zu pilgern?
Anke Ruth-Klumbies: ”Zunächst einmal, dass wir uns treffen, austauschen und da wir uns bestimmte weibliche Wirkung-Kraftorte uns ja auch näher anschauen und uns dem aussetzen der Natur aussetzen, machen wir uns ja auch auf den Weg nach unserem eigenen Frau sein.
Anke Ruth-Klumbies: ”Zunächst einmal, dass wir uns treffen, austauschen und da wir uns bestimmte weibliche Wirkung-Kraftorte uns ja auch näher anschauen und uns dem aussetzen der Natur aussetzen, machen wir uns ja auch auf den Weg nach unserem eigenen Frau sein.
Was sagt unser Frau-Sein heute im 21. Jahrhundert aus? Wie leben wir Partnerschaft miteinander? Wie leben wir als Single? Welche Kontaktmöglichkeiten habe ich? Welche Austauschmöglichkeiten habe ich? Und jede findet auf diesen Pilgerweg ihren Schritt, ihren Weg.“
Und der Weg führt die Frauen unter anderem zur Burg Gamburg, zum Kloster Brombach nach Tauberbischofsheim und schließlich nach Wertheim.
Corinna Lochmann, Architektin und Stadtplanerin aus Karlsruhe, hat den Pilgerinnenweg konzipiert:
“Ich schau, was gibt es für interessante Orte? Gebe den Orten Bezeichnungen zum Thema Facetten der Weiblichkeit: die Mutter oder Tochter oder Gemahlin und ein paar, die einfach ortsspezifisch sind oder streckenspezifisch.“
Viele der 40 Pilgerinnen sind bereits zum zweiten Mal mit dabei.
Was ist das Reizvolle, hier mitzupilgern?
“Das Reizvolle ist einfach, dass man mal ein bisschen Zeit hat, zu sich zu kommen. Zu Gott und viele Frauen kennenzulernen und, dass es einem einfach gut geht.”
“Unter Gleichgesinnten bisschen zu wandern, dass nicht nur das Wandern im Vordergrund steht, sondern auch bisschen die Impulse. Und dass es Gleichgesinnte sind, man merkt das.”
“Ich arbeite im Kindergarten und ich habe diese Mail gekriegt letztes Jahr, Pilgern. Dann dachte ich; genau, das wollte ich doch schon lange mal machen!. Fange ich mal klein an und jetzt bin ich wieder dabei und es ist einfach schön.”
“Wir sind Kolleginnen und wir haben die Zeit einfach mal intensiv genutzt, wo man sich mal länger sieht als am Schreibtisch. Und dann auch die Erfahrung mit so vielen anderen Frauen aus verschiedenen Gegenden. Hier mit verschiedenen Interessen. Aber doch mit dem einen Interesse, dieses Pilgern, dieses Wandern mit religiösen Themen. Einfach mal einen ganz anderen Blick auf die Geschichte kriegen, fand ich sehr schön.”
Und mal Rauskommen aus dem Alltag. Gemeinschaft erleben, schauen, ob man die Wegstrecke auch bewältigen kann und einfach mal nach sich gucken.
In zehn Jahren soll der Pilger.schön mit zehn verschiedenen Routen von Wertheim bis zum Bodensee fertiggestellt sein. Und zu jedem Teilstück gibt es ein Pilgerinnen-Handbuch.
Denn ich möcht’, dass einer mit mit geht… (gesungen)



